Architektur als Aufbruch

Josef Franke: Heilig-Kreuz-Kirche, Gelsenkirchen-Ückendorf, 1927-1929 - Foto: Stefan Rethfeld
Der Architekt Josef Franke erblickte am 12. März 1876 das Licht der Welt. Sein Wirken als Architekt hat das Stadtbild Gelsenkirchens wie auch anderer Städte des Ruhrgebiets maßgeblich geprägt.
Mit seinem klaren, funktionalen Gestaltungsansatz, einer konsequenten Auseinandersetzung mit Bauaufgabe und Material und seinem Gespür für städtebauliche Zusammenhänge schuf er Bauten, die bis heute Identität stiften und den Wandel zur Industriestadt baugeschichtlich nachzeichnen. Seine Entwürfe fügen sich selbstverständlich in ihr Umfeld ein und begleiten den Alltag der Menschen bis heute.
Frankes Werk bewegt sich zwischen Tradition und Moderne und spiegelt die architektonischen Entwicklungen des frühen 20. Jahrhunderts wider. Im Ruhrgebiet – insbesondere, aber nicht ausschließlich in Gelsenkirchen – und darüber hinaus entstanden in über dreißig Jahren seines Wirkens nach der Jahrhundertwende rund 100 Bauten, darunter 32 Kirchen, die durch Dauerhaftigkeit und gestalterische Präzision überzeugen.
Anläßlich seines 150. Geburtstags würdigt die Stadt Gelsenkirchen einen Architekten, dessen Schaffen Gelsenkirchen architektonisch wie kulturell bereichert und weit über seine Zeit hinaus Wirkung entfaltet.
Der Festakt mit Podiumsdiskussion und intergrierter Ausstellungseröffnung findet in der Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen statt.
Programm:
– Grusswort:
Andrea Henze (Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen)
– Festvortrag: Josef Franke –
Backsteinexpressionismus und Großstadtarchitektur im Ruhrgebiet
Prof. Dr. Wolfgang Sonne (TU Dortmund, Baukunstarchiv NRW)
– Podiumsdiskussion:
Josef Franke (1876-1944): Architektur als Aufbruch –
Was können wir aus seinen Bauten heute lernen?
mit:
Christoph Heidenreich (Stadtbaurat der Stadt Gelsenkirchen)
Prof. Dr. Wolfgang Sonne (TU Dortmund, Baukunstarchiv NRW)
Thomas Franke (Stadtplaner und Enkel von Josef Franke)
Monika Güldenberg (Architektin und Vorsitzende BDA Gelsenkirchen)
Moderation: Stefan Rethfeld (Architekt und Journalist)
Anmeldung per Mail erforderlich (bis 9.3.2026)
Achtung: Teilnahme an der Festveranstaltung nur nach vorheriger Anmeldung (bis 9.3.2026) möglich – per E-Mail an: veranstaltungen@gelsenkirchen.de
Einlass ab 18:00 Uhr
Bei Rückfragen: Telefon 0209 169-2192 oder -2309