Vom Anmutigen und Anregenden

Münster BAROCK: St. Petri, Münster - Foto: Stefan Rethfeld
Die Jesuitenkirche St. Petri in Münster (1590-97) setzte nicht nur bildungspolitisch Maßstäbe, sondern überraschte auch architektonisch. Ihre Schlichtheit erstaunte Zeitgenossen. Der Kölner Baumeister Johann Roßkott kombinierte leuchtenden Sandstein mit hellrotem Ziegel – eine pragmatische Lösung, die zur wegweisenden Kunst wurde. Besonders im Barock wussten Architekten beide Materialien wirkungsvoll einzusetzen, elegant gliederten sie Baukörper und verfeinerten Details. Eindrucksvoll zeigt sich dies an den umliegenden Bauten, der Landsbergschen Kurie (1703-07), der ehemaligen Domdechanei / heute Bischöflicher Hof (1732) und an der Kettlerschen Doppelkurie (1712-16).
Über das „Anmutige“ und „Anregende“ schrieb Architekt Otto Weißgerber 1920 in seiner Studie zur damals noch unversehrten Umgebung von St. Petri. Auch nach 1945 prägte dieser Gedanke den Wiederaufbau.
Die Tour führt von St. Petri zu den Barockbauten am Domplatz.
Die Tour findet als „Tour 4“ im Rahmen des internationalen Festivals Münster BAROCK statt.
Tickets online buchbar unter: reservix.de
Weitere Infos: www.muenster-barock.de