Soester Stadtarchitekt und Landesbaupfleger von Westfalen

Soest: Stadt für Entdecker - Foto: Stefan Rethfeld
Gustav Wolf
Der Stadt Soest fühlte sich Gustav Wolf eng verbunden. So wirkte er erstmals 1920-1922 in Soest als Stadtarchitekt und leitete in dieser Funktion auch das Stadterweiterungs-, Baupflege- und Wohnungsamt. Ein Ergebnis dieses Schaffens stellt auch ein frührer Stadtführer Soest in Buchform dar. Auch behielt er fortan die Stadt in seiner Funktion als Landesbaupfleger im Auge: Sowohl Ende der 1930er-Jahre wie auch nach 1945 äußerte er sich meinungsstark zur Entwicklung des Stadtbildes.
Geboren in Osterode am Harz, studierte Wolf Architektur und Städtebau bei Theodor Fischer an der TH München. Anschließend arbeitete es bei ersten Gartenstädten in Breslau-Carlowitz und Berlin-Staaken von Paul Schmitthenner mit. Nach 1918 war Gustav Wolf als Bezirksarchitekt am Wiederaufbau Ostpreußens sowie als Kreisbaumeister in Merseburg und als Stadtarchitekt in Soest tätig. Erstmals nach Münster führte ihn der Weg im Jahr 1922 zur Leitung der Westfälischen Heimstätte. Bereits 1927 übernahm Wolf die Leitung der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Breslau und lehrte ab 1934 an der Staatsbauschule Berlin-Neukölln. Eine erneute Berufung führte ihn 1939 zurück nach Münster, wo er bis zur Pensionierung 1952 fortan als Landesbaupfleger von Westfalen wirkte. Schriften zu Höfen, Häusern, Straßen und Städten begleiteten sein Werk.
Der Vortrag des Architekten und Autors Stefan Rethfeld wird die verschiedenen biographischen Stationen und Projekte (insbesondere in Soest und als Landesbaupfleger in Westfalen) beleuchten. Der Soester Geschichtsverein lädt alle Architekturinteressierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei. Der Einlaß ab 18:30 Uhr.
Achtung: Wegen des eingeschränkten Raumes wird um Anmeldung ab dem 19.1.2026 bei der Geschäftsstelle des Soester Geschichtsvereins (02921-103-1242, bis 12 Uhr) oder per E-Mail an: info@geschichtsverein-soest.de gebeten.
Weitere Infos: www.geschichtsverein-soest.de